Drei durchgerechnete Modellfälle

So sieht die Rechnung aus, wenn man ein Nichtwohngebäude vollständig angeht: Maßnahme für Maßnahme, mit Investition, Förderung und Einsparung.

Was Sie hier sehen – und was nicht

Das sind gerechnete Modellfälle, keine durchgeführten Projekte. Sie beruhen auf durchschnittlichen Verbrauchskennwerten für Nichtwohngebäude und auf Erfahrungswerten für Kosten und Wirkung der einzelnen Maßnahmen – denselben Werten, mit denen auch unser Einsparrechner arbeitet. Sie zeigen Größenordnungen und die Reihenfolge, in der sich Maßnahmen rechnen. Sie sind keine Zusage und ersetzen keine Analyse Ihres Gebäudes.

Belastbare Zahlen entstehen erst aus Ihren Verbrauchsdaten und einer Begehung. Genau das ist das kostenlose Erstgespräch.

Zuerst: Gebäude, die wir begleitet haben

Ein Auszug aus Vorhaben, die wir als Energieberater begleitet haben. Gebäudeart, Baujahr, Fläche und Investitionssumme stammen aus den Projektakten, gerundet. Ohne Namen, weil eine namentliche Nennung die Zustimmung des Kunden braucht.

19
Objekte mit erfasster Investitionssumme
3,1 Mio. €
begleitete Investition in diesen Objekten
17.446 m²
Nutzfläche in diesen Objekten
1933
ältestes Baujahr, jüngstes 2002
Auszug aus begleiteten Vorhaben, Stand August 2026
GebäudeRegion BaujahrFläche Investition
Maschinenbau
Zwei Bauabschnitte an Fertigung und Verwaltung, Hülle und Anlagentechnik.
Kreis Paderborn 1971 2.100 m² 758.000 €
Kommunales Gebäude
Zwei Abschnitte an einem Gebäude der Stadtverwaltung.
Kreis Höxter 1962 875 m² 502.000 €
Verwaltungsgebäude
Bestandsgebäude außerhalb des Kerngebiets, überregional begleitet.
Köln 1974 2.375 m² 424.000 €
Sportstätte
Vereinsanlage in Niedersachsen, Hülle und Wärmeerzeugung.
Landkreis Cloppenburg 1983 1.975 m² 369.000 €
Kammer und Verwaltung
Verwaltungs- und Schulungsgebäude einer Körperschaft.
Kreis Soest 1955 1.150 m² 204.000 €
Maschinenbau
Produktions- und Bürotrakt eines Sondermaschinenbauers.
Kreis Gütersloh 1970 1.810 m² 183.000 €
Kirchengemeinde
Gemeindezentrum mit Versammlungs- und Verwaltungsnutzung.
Kreis Paderborn 1992 575 m² 75.000 €
Autohaus
Ausstellungs- und Servicebereich eines Kfz-Betriebs.
Kreis Herford 1997 121 m² 84.000 €

Insgesamt 325 Vorgänge im System · Investitionssummen sind die Kosten der Bauherren, nicht unser Honorar · Einsparwerte je Objekt weisen wir hier bewusst nicht aus: dafür wären Messungen vor und nach der Maßnahme nötig, und was wir nicht gemessen haben, behaupten wir nicht

Und darunter: wie sich das rechnet

Die folgenden drei Fälle sind gerechnet, nicht gemessen. Sie zeigen an typischen Gebäuden, in welcher Reihenfolge sich Maßnahmen tragen und welche Größenordnung dabei herauskommt. Über alle Projekte hinweg liegt die Einsparung erfahrungsgemäß bei 20 bis 30 Prozent des Endenergiebedarfs; was in Ihrem Gebäude möglich ist, entscheidet die Analyse.

Produktionshalle, 6.500 m²

Fertigung und Lager, Baujahr 1994, ungedämmtes Trapezblechdach, Zweischichtbetrieb

279.500 €
Energiekosten heute, pro Jahr
−49 %
nach dem vollständigen Paket
6.8
Jahre bis der Eigenanteil zurück ist
223 t
weniger CO₂ pro Jahr

Die vier Effizienzmaßnahmen tragen sich hier schon allein: Druckluft, Licht und Heizung sind nach knapp fünf Jahren zurückgezahlt. Die Photovoltaik verkürzt das Gesamtpaket zusätzlich, weil der Strom tagsüber im Betrieb bleibt.

Maßnahmen, Investition, Förderung und jährliche Einsparung für den Modellfall Produktionshalle, 6.500 m²
Maßnahme Investition Förderung Einsparung p. a.
Druckluft instand setzen
Leckagen orten und beseitigen, Netzdruck absenken, Steuerung auf den echten Bedarf einstellen.
35.000 € −5.250 € 15.600 €
Hallenbeleuchtung auf LED
Leuchtenwechsel mit Präsenz- und Tageslichtsteuerung über den Sheddachbereichen.
95.000 € −19.000 € 23.400 €
Dach dämmen
4.200 m² Aufdachdämmung im Zuge der ohnehin fälligen Abdichtung.
310.000 € −62.000 € 18.590 €
Hallenheizung erneuern
Dezentrale Dunkelstrahler mit Zonenregelung statt zentraler Warmlufterzeugung.
120.000 € −30.000 € 12.675 €
Photovoltaik 400 kWp
Vollbelegung der Dachfläche, Auslegung auf Eigenverbrauch im Tagesbetrieb.
480.000 € 66.500 €
Summe 1.040.000 € −116.250 € 136.765 €
Eigenanteil nach Förderung 923.750 €

Bürogebäude, 2.200 m²

Verwaltungsgebäude, Baujahr 1978, in den Neunzigern teilsaniert, Gasheizung von 2004, Serverraum im Untergeschoss

49.500 €
Energiekosten heute, pro Jahr
−54 %
nach dem vollständigen Paket
17.4
Jahre bis der Eigenanteil zurück ist
46 t
weniger CO₂ pro Jahr

Hier ist die volle Investition gerechnet, auch für Fenster, die ohnehin fällig sind. Setzt man nur die energiebedingten Mehrkosten an, also den Aufpreis gegenüber der Sowieso-Sanierung, halbiert sich die Amortisationszeit ungefähr. Genau diese Trennung nehmen wir im Konzept vor.

Maßnahmen, Investition, Förderung und jährliche Einsparung für den Modellfall Bürogebäude, 2.200 m²
Maßnahme Investition Förderung Einsparung p. a.
Lüftung bedarfsgeführt
CO₂-geführte Regelung und Wärmerückgewinnung statt Dauerlauf nach Zeitprogramm.
68.000 € −13.600 € 4.730 €
Beleuchtung und Serverraum
LED mit Präsenzsteuerung, Kühlung des Serverraums auf freie Kühlung umgestellt.
54.000 € −10.800 € 4.950 €
Fenster tauschen
Austausch der verbliebenen Zweifachverglasung aus den Neunzigern gegen Dreifachverglasung.
195.000 € −39.000 € 3.520 €
Wärmepumpe statt Gaskessel
Luft-Wasser-Wärmepumpe nach Absenkung der Vorlauftemperatur, Gaskessel bleibt als Spitzenlast.
145.000 € −43.500 € -2.090 €
Photovoltaik 90 kWp
Dachanlage, ausgelegt auf den Tagesverbrauch von Lüftung, IT und Wärmepumpe.
108.000 € 15.500 €
Summe 570.000 € −106.900 € 26.610 €
Eigenanteil nach Förderung 463.100 €

Grundschule, 3.400 m²

Kommunales Schulgebäude, Baujahr 1968, Massivbau mit vorgehängter Fassade, Ölheizung von 2001, Turnhalle angebaut

53.550 €
Energiekosten heute, pro Jahr
−65 %
nach dem vollständigen Paket
22.9
Jahre bis der Eigenanteil zurück ist
66 t
weniger CO₂ pro Jahr

Ein Schulgebäude von 1968 saniert man nicht wegen der Energiekosten, sondern weil Beton, Fenster und Technik am Ende sind. Die Energieeinsparung ist dann der Teil, der die Maßnahme mitfinanziert, und der Grund, warum Förderung fließt. Für den Haushalt zählt der Eigenanteil nach Förderung, nicht die Bruttoinvestition.

Maßnahmen, Investition, Förderung und jährliche Einsparung für den Modellfall Grundschule, 3.400 m²
Maßnahme Investition Förderung Einsparung p. a.
Hydraulik und Regelung
Hydraulischer Abgleich, neue Pumpen, Nachtabsenkung und Ferienbetrieb richtig eingestellt.
42.000 € −8.400 € 5.151 €
Oberste Geschossdecke dämmen
Begehbare Dämmung über dem letzten beheizten Geschoss, die günstigste Maßnahme an der Hülle.
58.000 € −11.600 € 4.488 €
Fassade und Fenster
Dämmung der vorgehängten Fassade im Zuge der Betonsanierung, Fenstertausch in den Klassenräumen.
620.000 € −124.000 € 11.424 €
Wärmeerzeugung umstellen
Ölkessel raus, Wärmepumpe mit Pufferspeicher rein, Turnhalle separat regelbar.
210.000 € −73.500 € 3.468 €
Photovoltaik 70 kWp
Dachanlage auf Schule und Turnhalle, Überschuss in die Einspeisung.
84.000 € 10.250 €
Summe 1.014.000 € −217.500 € 34.781 €
Eigenanteil nach Förderung 796.500 €

Womit gerechnet wurde

  • Strom 25 ct/kWh, Wärme 10 ct/kWh. Preissteigerungen sind nicht eingerechnet – sie würden die Amortisation verkürzen, nicht verlängern.
  • CO₂: 0.20 kg/kWh Wärme, 0.38 kg/kWh Strom.
  • Förderquoten als Näherung nach den Programmen, die für die jeweilige Maßnahme typischerweise greifen. Was Ihr Vorhaben tatsächlich bekommt, steht erst nach der Prüfung fest – siehe Förderung.
  • Photovoltaik ist mit dem Eigenverbrauchsanteil gerechnet, ohne Einspeisevergütung und ohne Speicher.
  • Instandhaltungsanteile, Baunebenkosten und Betriebskosten der neuen Technik sind nicht enthalten.

Stand August 2026. Keine Rechts- oder Steuerberatung.

Wie sieht die Rechnung für Ihr Gebäude aus?

Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir Ihre Verbrauchsdaten durch und sagen Ihnen, welche der Maßnahmen bei Ihnen zuerst dran wäre.